Zum ersten Mal kam der Gedanke zu einer gemeinsamen Atlantiküberquerung bei einem Sommertörn im August 1999 in der Ägäis auf. Es ging von Athen nach Kastell Horizon und zurück. Und irgendwann sagte irgendwer „Man könnte ja mal...“. Nachdem alle wieder Zuhause waren und der Alttag einen wieder hatte, schlief das Thema erst einmal ein wenig ein.

Im Mai 2000 segelten zwei Mitglieder der Ägäis - Crew mit anderen nach England. Da kam wieder der Gedanke „Man könnte ja mal...“.

Nachdem man sich dann im November 2000 im Anschluß an eine erfolgreiche Sportseeschifferschein - Prüfung in Mönchengladbach zu einem Fläschchen Sekt zusammensetzte, wurde beschlossen, diesen Gedanken endlich mit Leben zu füllen.

Deshalb wurde mit allen Interessierten am 14.12.2000 im Landgasthof Kaiserhofstuben (Willich-Schiefbahn) ein erstes gemeinsames Treffen vereinbart.

Teilnehmer waren:

Friederike Bäßler,  Dr. Jürgen Dreher,  Silke,  Dr. Timm Garde, Volkmar Pingel,  Andreas Steinborn,  Martin Zeyer

 

Bei diesem Treffen, bei dem sich ein Teil der potentiellen Mitsegler erst kennen gelernt hat, wurden Vorstellungen und Bedenken ausgetauscht, die beinahe zwangsläufig vorhanden sind, wenn man sonst normalerweise nur Urlaubstörns im Sommer in überschaubaren Revieren segelt.

Nachdem über die Vor- und Nachteile einer Teilnahme an der ARC im November 2001 diskutiert worden war, konnte Volkmar durch den Hinweis, daß er mit großer Sicherheit ein Schiff zur Verfügung habe, die Diskussion an dieser Stelle beenden, da dieses Schiff nur außerhalb des ARC – Zeitraumes zur Verfügung steht.

Bei dem Schiff handelt es sich und eine Oceanis 430 des Segel-Clubs Elba, das vom 10.11.2001 von den Kanaren in die Karibik überführt werden sollte. Der einzige Umstand war, daß bereits zwei Personen auf diesem Schiff eingebucht waren, die uns nicht bekannt war. Aufgrund unserer Entscheidung, bei einem Schiff dieser Größe mit maximal sechs Personen zu fahren, ergab sich das Problem, daß sich die Beteiligten in zwei Crews aufteilen müssen.

Dies war jedoch möglich, weil das Schiff vom 20.04.2002 bis zum 18.05.2002 aus der Karibik auf die Azoren zurück gebracht werden sollte und aufgrund verschiedener Terminverpflichtungen für einige Teilnehmer der November / Dezember für eine solches Vorhaben nicht möglich war.

Um aber weitere Alternativen zu haben, sollten Timm, Volkmar und Martin Kontakte zu Vercharterern und Werften aufnehmen, um eine anderes Schiff zu finden, mit dem die Atlantiküberquerung durchgeführt werden konnte.

Das zweite Treffen fand am gleichen Ort am 18.01.2001 statt. Der Landgasthof wurde deshalb gewählt, weil sich hier ein Segler - Stammtisch etabliert hatte, der jeden Donnerstag zusammentraf.

Teilnehmer waren:

Dr. Jürgen Dreher,  Dr. Timm Garde,  Alfons Pattberg,  Volkmar Pingel,  Andreas Steinborn

Nachdem sich in der Zwischenzeit kein anderes Schiff finden ließ, wurde gemeinsam beschlossen, sich am 21.01.2001 auf dem Messestand des Segel-Clubs Elba der Boot in Düsseldorf zu treffen, um dort noch offene Fragen zu Schiff und zur Organisation zu klären. Danach sollte das Schiff gebucht und die einzelnen Crews festgelegt werden.

Da sich in der Zwischenzeit zwei Mitsegler darauf geeinigt hatten, das es besser wäre, den jeweils anderen Törn zu fahren, um Differenzen während der langen Seereise zu vermeiden, ergaben sich folgenden Crews:

Kanaren – Karibik (Törn 1)                                             Karibik – Azoren (Törn 2)

1) Martin Zeyer  (Skipper)                                               1) Volkmar Pingel  (Skipper)
2) Friederike Bäßler                                                         2) Dr. Jürgen Dreher
3) Dr. Timm Garde                                                          3) Andreas Steinborn 
4) Bernd  Dopf                                                                 4) Dr. Timm Garde
5) Dr.Peter Krauss                                                           5) Kay Fromm                                            
6) Silke                                                                            

 

Alfons Pattberg hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden an der Atlantiküberquerung teilzunehmen, da noch verschiedene familieninterne Dinge zu klären waren.

Weiter wurde besprochen, die Reiseplanung so früh wie möglich zu beginnen, da die Zeitvorgabe für die reine Segelzeit als recht knapp befunden wurde.

Außerdem wollten alle Beteiligten das Vorhaben noch einmal publik machen, um die Besatzungen auf jeweils sechs Personen aufzustocken.

Im weiteren Verlauf des Sommers sagte Alfons Pattberg seine Teilname aus familiären Gründen ab.

Aber andere Segler meldeten Interesse an. Doch auch diese zogen ihre anfängliche Zusage wieder zurück.

Trotz dieser Umstände ging die Planung der beiden Touren unvermindert weiter. Gerade Rieke kümmerte sich ausgiebig um das Thema Verproviantierung. Sie hat Kontakt zu einem Metzger, der Gerichte eindosen kann, um diese haltbar zu machen.
Außerdem stellte Rieke Verbindung zur Marineverpflegungsschule her, die wertvolle Tips geben konnten.

Am 22.03.01 gab es dann ein weiteres Vorbereitungstreffen bei Timm zu Hause. Hier wurde dann die Themen Wetter, Routen und Verpflegung vertieft. Außerdem wurde beschlossen, das Rieke, die im September mit der Antares einen Törn rund Elba fährt, einen Fragebogen mitzugeben, um abzuklären, ob alle benötigten bzw. zugesagten Ausrüstungsgegenstände an Bord vorhanden sind oder noch nachgerüstet werden müssen. Außerdem soll sie Photos vom Schiff machen, um sich über den Zustand klar zu werden.

Nachdem wir uns bis zu diesem Zeitpunkt lediglich theoretisch mit dem Thema Transatlantiksegeln beschäftigt hatten, fing nun endlich auch die Saison an.

Das war Anlaß genug, sich auch einmal zum Segeln zusammenzufinden. Einmal um des Segeln willens, zum anderen, um festzustellen, ob man auch auf engem Raum zusammen paßt.

Aus diesem Grund verabredeten sich Jürgen, Volkmar, Timm, Andreas und Sven-Olaf, der auch zeitweise Atlantiküberquerungswillen bekundete, um Ende Juni ein Wochenende mit Jürgen´s Schiff, einem Finnclipper, zu segeln. Als Revier bot sich  uns die Scheldemündung und das Grevelinger Meer an, da dies das Heimatrevier von Jürgen ist.
 

Je näher dann die Abfahrt der ersten Crew nahte, desto mehr offene Fragen tauchten auf, so zum Beispiel:

Die beiden Ärzte der Crews (Jürgen und Timm) setzten sich mehrere Male zusammen und erarbeiteten eine Liste der mitzunehmenden Medikamente und des medizinischen Bedarfs für die Wochen, in denen wir auf uns alleine gestellt sein werden.

Auch auf die Frage, ob wir Material in der Zeit zwischen Hin- und Rücktörn in Martinique sicher lagern können, um es nicht unnötig hin- und herzuschleppen (z.B. Sextant, medizinischer Bedarf, Rettungswesten, Weltempfänger...) gibt es dank des Stützpunktleiters von Trans-Ocean eine Lösung. 

Soweit die Planung.......

Inzwischen sind beide Crews zurück. Die Erfahrungen und der Reisebericht Gran Canaria - Martinique waren für die Rückreise Martinique - Azoren in mancherlei Hinsicht hilfreich.

 
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 31.05.2005

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